Oikos

Stellungnahme von Liesa Scholzen im Plenum vom 20. Juni

Sehr geehrter Herr Präsident,

Werte Kolleginnen und Kollegen.

Zu Beginn möchten wir unseren tiefen Respekt vor der Lebensleistung und dem sozialem Engagement der Familie Funk aussprechen. Davon profitieren sehr viele Menschen. Der Bereich „Jugendhilfe“ im Geschäftsführungsvertrag mit Oikos  wirft jedoch seit 2008 kritische Fragen auf. Dabei geht es nicht darum, den guten Willen der Verantwortlichen in Frage zu stellen. Es geht darum, dass es dem Jugendhilfedienst in den letzten 8 Jahren nicht gelungen ist, sich mit OIKOS auf die Umsetzung gängiger Qualitätsstandards zu verständigen. Der Jugendhilfedienst hat dem Sozialminister im März ausdrücklich empfohlen, den Geschäftsführungsvertrag mit OIKOS für diesen Bereich zu beenden. Ich zitiere aus dem Bericht des Jugendhilfedienstes :
„OIKOS erfüllt nicht die aktuellen Anforderungen der Jugendhilfe und lässt auch nicht die Voraussetzungen erkennen, diesen zukünftig gerecht werden zu können.“ Für uns war von Anfang an diese Einschätzung des eigenen Jugendhilfedienstes maßgebend. Das Gutachten des Landschaftsverbandes Rheinland hat diese Bewertung lediglich untermauert.

Wir unterstützen daher die Entscheidung der Regierung.

Mit Blick auf die Zukunft möchte ProDG 3 kurze Bemerkungen machen:

  1. Wir unterstützen die Bemühungen der Regierung, sozialverträgliche Lösungen im Sinne von Oikos zu finden.
  2. Es geht heute allein um den Bereich Jugendhilfe der Vog Oikos.
    Diese Entscheidung hat keinerlei Auswirkungen auf andere Organisationen wie beispielsweise Ephata, Hausaufgabenschule oder Work und Job.
  3. OIKOS ist bekanntlich nicht nur in der Jugendhilfe aktiv.
    Wir wünschen uns, dass ein ergebnisorientierter Dialog mit Oikos im Bereich der sozialen Integration auch in Zukunft bestehen bleibt.
    Dies hat der zuständige Minister auch bereits angekündigt, was wir sehr begrüssen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.