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Aktuelles

 

Interpellation zur Flüchtlingsthematik

Lydia

Lydia Klinkenberg im Plenum vom 21. September 2015:

Sehr geehrter Herr Präsident,
Sehr geehrte Mitglieder der Regierung,
Werte Kolleginnen und Kollegen!

Ja, eine neue, gemeinsame europäische Flüchtlingspolitik ist überfällig. Laut UN-Flüchtlingswerk gibt es zurzeit weltweit 60 Millionen Flüchtlinge – so viele wie seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr. Solidarität ist gefragt und in der DG gelebte Realität, was nicht zuletzt am Engagement der 150-200 Ehrenamtlichen zu erkennen ist und beweist dass der Prozess der gegenseitigen Annäherung der Kulturen auch ohne staatliche Reglementierung funktioniert.

Tatsache ist: Elsenborn, Manderfeld, Deidenberg und Eupen nehmen vorwiegend Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien, Afghanistan und Somalia auf, wo eskalierende Gewalt und Krieg auf der Tagesordnung stehen. Diese Menschen sind geflüchtet, weil ihr Leben bedroht ist.
Während Frauen und Kinder Zeuge der Hinrichtung ihrer Väter durch die Dschihadisten der IS werden, sterben Menschen bei der Flucht, sind Vergewaltigung ausgesetzt und werden nicht selten von Schmugglern vor Erreichen festen Bodens zum Aussteigen aus den Schlepper-Booten gezwungen.
Kein Wunder also, dass die Menschen, die bei uns eintreffen, häufig mit Traumata fertig werden müssen.
Priorität hat neben der Sicherung ihrer Grundbedürfnisse, die Bearbeitung dieser Traumata, die medizinische Grundversorgung und zudem die Beschulung der schulpflichtigen Kinder.

Liebe Kollegen von Ecolo,
natürlich brauchen unsere betroffenen Gemeinden Unterstützung beim Erstempfang und sie erhalten sie von der DG, auch wenn die DG als solche gar nicht zuständig ist. Denn die Flüchtlings- und Asylpolitik liegt in Händen des Förderalstaates. Bei der Integrationspolitik hingegen, also der Eingliederung in den Arbeitsmarkt, der Sprachförderung, dem interkulturellen Dialog und der Bildungspolitik ist – wie Sie richtig sagen – die DG gefordert.

ABER das Asylstatut der gerade eingetroffenen Flüchtlinge ist ungeklärt. Diese Flüchtlinge bleiben in den meisten Fällen nicht hier! Sie bleiben sogar im Schnitt nur vier Monate. Vor dem Hintergrund dieser kurzen Zeitspanne von Integration zu sprechen ist etwas utopisch!

Ihre Forderung nach einer „schnellen Antwort“ kann ich daher nicht befürworten.
Ein durchdachter Integrationsparcours braucht Zeit und Dialog. Und je breiter dieser Dialog geführt wird, je mehr Betroffene er einbezieht, desto erfolgsversprechender ist er! Eine solide Vorbereitung ist also wichtig und richtig!

Gerne können wir die Flüchtlingsproblematik im Rahmen der bereits vom Präsidium beschlossenen Themendebatte weiter vertiefen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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ProDG
ProDG27/04/2017 @ 18:32
Sehr gut!
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ProDG
ProDG27/04/2017 @ 18:30
Die PKW-Maut behindert die Freizügigkeit der Bürgerinnen und
Bürger in Europa und beschneidet den Grenzverkehr! Und das in Zeiten, in denen überall von Inklusion und Barrierefreiheit die Rede ist.
Lydia Klinkenberg setzt sich für ein grenzenloses Europa ein.

Lesen Sie mehr unter:
http://prodg.be/2017/04/pkw-maut-in-deutschland/
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ProDG
ProDG26/04/2017 @ 19:45
Im Plenum vom 24. April befasste sich Liesa Scholzen mit der Nachfolgeregelung für das IZOM-Abkommen. Lesen Sie hier mehr dazu: http://prodg.be/2017/04/izom/
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ProDG
ProDG26/04/2017 @ 17:20
Heute war Bildungsminister Harald Mollers zu Besuch bei Natagora/BNVS in Medell. Natagora steht für NATUR und AGORA, dem Marktplatz im Herzen einer Stadt; es geht hier also um das Miteinander von Mensch und Natur. BNVS steht für „Belgische Natur- und Vogelschutzgebiete“. Die Organisation mit über 700 Mitgliedern ist eine dynamische Vereinigung mit einem vielfältigen Angebot im Bereich Naturschutz. Neben Studienfahrten, Seminaren, Pflegearbeiten in den Naturschutzgebieten und Vorträgen, wird auch eine Fülle an Animationen im Bereich der Umweltpädagogik für Groß und Klein angeboten. Nach der Vorstellung der vielfältigen Aktivitäten von Natagora/BNVS tauschte Minister Mollers mit den Verantwortlichen und dem Personal über Verbesserungsmöglichkeiten und Herausforderungen in der Erwachsenenbildung aus.
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ProDG
ProDG26/04/2017 @ 12:35
Mit 66 Jahren fängt das Leben an... Alfons Velz (66) sagt, dass Europa wieder sexy werden muss 😊 Und er hat Recht. Wir brauchen Europa!
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