MdB Patrick Schneider im Gespräch mit DG-Regierung zur Arbeitsmarktlage

St. Vith/Bitburg/Berlin (red/boß)

„Die Großregion steht vor einer großen Herausforderung. Während in unserer Region auf rheinland-pfälzischer Seite Fachkräfte allerorten fehlen, sind in Luxemburg und Belgien teilweise 25 % der 15- bis 25-Jährigen arbeitslos“, fasst der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU) aus Arzfeld die Problemlage zusammen. Kürzlich traf sich Schnieder in St. Vith mit dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Oliver Paasch (prodg) und der Ministerin für Beschäftigungspolitik Isabelle Weykmans (PFF), um gemeinsame Lösungsideen anzusprechen. Die Eifel und die Region der Deutschsprachigen…

Jetzt weiterlesen!

St. Vith/Bitburg/Berlin (red/boß) „Die Großregion steht vor einer großen Herausforderung. Während in unserer Region auf rheinland-pfälzischer Seite Fachkräfte allerorten fehlen, sind in Luxemburg und Belgien teilweise 25 %

der 15- bis 25-Jährigen arbeitslos“, fasst der Eifeler Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU) aus Arzfeld die Problemlage zusammen. Kürzlich traf sich Schnieder in St. Vith mit dem Ministerpräsidenten der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Oliver Paasch (prodg) und der Ministerin für Beschäftigungspolitik Isabelle Weykmans (PFF), um gemeinsame Lösungsideen anzusprechen.
Die Eifel und die Region der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien erleben derzeit ein ähnliches Phänomen: Die Arbeitslosenquote liegt unter vier Prozent, es herrscht fast Vollbeschäftigung und Nachwuchs wird händeringend gesucht. Gleichzeitig gibt es ein paar Kilometer weiter genau das gegenteilige Bild: Junge Arbeitslose, die keinen Ausbildungsplatz finden. Wie es gelingen kann, einen stärkeren Austausch in der Großregion aufzubauen, darüber sprachen sich die Politiker aus.
Patrick Schnieder erklärt, es gäbe vielschichtige Gründe, warum junge Leute den Weg in andere Regionen nicht fänden. Da sei zum einen die Sprachbarriere: „Wir bräuchten hier in der Großregion ein Sprachprogramm, damit junge Leute, die eine Ausbildung in einer anderen Region beginnen wollen, beim Spracherwerb unterstützt und gefördert werden. So etwas gibt es ja heute schon für Studenten, darauf könnte man aufbauen.“ Doch selbst wenn die Sprache keine Rolle spiele, gebe es immer wieder rechtliche Hürden, mit deren Beseitigung die Landespolitik sich schon lange Jahre beschäftigten. Vor allem im Handwerk müssten beide Seiten an der gegenseitigen Anerkennung der Abschlüsse arbeiten. „Die Kammern und die Politik sind hier auf einem guten Weg, doch da liegt noch Arbeit vor uns“, so Schnieder. Zufrieden zeigten sich die Gesprächspartner mit dem länderübergreifenden Austausch und der Zusammenarbeit zwischen den Arbeitsverwaltungen und zwischen den Kammern. Wichtige Impulse seien von dort angestoßen worden.
Patrick Schnieder kennt die Arbeitsmarktsituation in der Grenzregion bestens. War er doch vor seinem Berlin-Mandat Bürgermeister der Verbandsgemeinde Arzfeld am Dreiländereck.