Bildungsminister Mollers auf Amtsbesuch in Sachsen

Pressemitteilung der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft


Minister dozierte an TU Chemnitz

Bildungsminister Mollers auf Amtsbesuch in Sachsen

In dieser Woche reiste der ostbelgische Minister für Bildung und wissenschaftliche Forschung, Harald Mollers, auf Einladung des Seniorenkollegs der Technischen Universität Chemnitz nach Sachsen. Während des zweitägigen Aufenthalts traf er sowohl in der Landeshauptstadt Dresden als auch in Chemnitz zahlreiche Vertreter des Bereichs Bildung und Schule zum Austausch.

 

Erwachsenenbildung

Initiator der Reise war Prof. Dr. Schöne vom Seniorenkolleg der TU Chemnitz. Er lud den Bildungsminister ein, vor rund 700 „Studenten“ des Seniorenkollegs über die Region Ostbelgien zu referieren. Das Weiterbildungsangebot des sogenannten „Seniorenkollegs“ richtet sich an Menschen zwischen 50 und 99 Jahren und vermittelt Informationen zu Themen des wissenschaftlich-technischen Fortschritts, Geschichte, Kunst und Kultur.  Anfang Mai 2019 wird eine rund 50-köpfige Delegation des Seniorenkollegs eine Exkursion nach Ostbelgien und Brüssel unternehmen, um hiesige Senioren und Erwachsenenbildungsorganisationen zu treffen.

 

MINT-Förderung

Gemeinsam mit Christian Piwarz, dem sächsischen Staatsminister für Bildung und Schule, besuchte Minister Mollers auch das Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium in Dresden, das sich durch eine vertiefte  mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildung kennzeichnet. Die Förderung der sogenannten MINT-Bereiche (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) gehört in Ostbelgien zu den bildungspolitischen Schwerpunkten des regionalen Entwicklungskonzepts. Die Regierung stellte das vergangene Schuljahr unter das Motto „Wissen schaf(f)t Technik“ und unterstützt weiterhin schulinterne Programme zur MINT-Förderung. „Das Konzept der sächsischen Gymnasien mit vertieftem mathematisch-naturwissenschaftlichem Profil ist nicht nur vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels in den MINT-Disziplinen interessant, sondern bietet auch Möglichkeiten zur Talent- und Begabtenförderung. Mathematisch-naturwissenschaftlich begabte oder interessierte Schüler können den damit verbundenen Interessen in erweitertem Umfang innerhalb und außerhalb der Schule nachgehen. Der Stundenplan wird so aufgebaut, dass er mehr Zeit zur Vertiefung naturwissenschaftlicher Fragen einräumt. Dafür müssen sich die Schülerinnen und Schüler  die Kompetenzen in den anderen Fächern jedoch in weniger Stunden aneignen“, berichtet Bildungsminister Harald Mollers.

 

Des Weiteren tauschte sich der Minister im sächsischen Landtag mit Patrick Schreiber, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Schule und Sport, aus. Sie thematisierten unter anderem aktuelle Herausforderungen wie den Lehrer- und Fachkräftemangel im ländlichen Raum sowie Modelle der pädagogischen Befähigung für Seiteneinsteiger.

Schule der Zukunft

In der TU Dresden  trat der Minister mit Prof. Dr. Anke Langner  in einen fachlichen Austausch über das Projekt „Universitätsschule Dresden“. In dem Modellversuch werden ab dem kommenden Schuljahr innovative Formen des Lehrens, Lernens und Zusammenlebens erarbeitet, erprobt und wissenschaftlich ausgewertet. So soll unter wissenschaftlicher Begleitung die Schule der Zukunft entstehen. . „Die Herausforderung wird in der Umsetzung dieses mutigen und ehrgeizigen Konzepts liegen. Interessant ist unter anderem, dass ein Schwerpunkt auf digitale Werkzeuge gelegt wird und diese auch dazu genutzt werden sollen, Lernen anders zu organisieren, zu erfassen und nicht zuletzt zu dokumentieren, um daraus wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse zu ziehen“, erläutert der Bildungsminister.

 

Lehrerausbildung

Vor dem Hintergrund der geplanten Reform der Grundschullehrerausbildung in Ostbelgien lieferte das Gespräch mit Prof. Maximilian Eibl, Prorektor für Lehre und Internationales, und Prof. Dr. Meike Breuer vom Zentrum für Lehrerbildung  interessante Einblicke in die 4-jährige Grundschullehrerausbildung an der TU Chemnitz. Auf die Bedürfnisse in Ostbelgien sei das sächsische Modell jedoch nicht ohne weiteres übertragbar, da die Grundschule in Sachsen nur die Schuljahre 1 bis 4 umfasst, so Minister Mollers abschließend.

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