Tihange 2 und Doel 3

Dass der bekannte Lütticher Humorist Pierre Kroll letzten Donnerstag seinen Vortrag im Alten Schlachthof abschloss, indem er die Atommeiler in Tihange selbst sprechen ließ, zeigt wohl in aller Deutlichkeit, dass die Wahrnehmung unserer Ängste im Landesinneren mittlerweile angekommen sind. Wir begrüßen ausdrücklich die monatelangen Bemühungen unseres Ministerpräsidenten Oliver Paasch, dem es gelungen ist, den Bedenken und Sogen auf föderaler Ebene und in der Inlandspresse Gehör zu verschaffen.

ProDG spricht sich erneut für eine schnellstmögliche Energiewende ohne Atomkraft aus.  Für ProDG dürfen insbesondere die Reaktoren Doel 2 und Tihange 3 nicht ans Netz; zumindest solange nicht alle Zweifel an ihrer Sicherheit restlos beseitigt sind. Zwar behauptet die belgische Atomaufsichtsbehörde, die Reaktoren seien sicher. Andererseits melden sich aber insbesondere in Deutschland Experten zu Wort, die Zweifel an dieser Sichtweise anmelden. Deshalb fordern wir seit Monaten, dass Belgien auch unabhängigen Experten aus anderen Ländern erlaubt, die Sicherheit der Reaktoren zu überprüfen. Wir begrüßen, dass die belgische Föderalregierung ihre Bereitschaft dazu bekundet hat. Wir begrüßen auch, dass die Föderalregierung auf Vermittlung unseres Ministerpräsidenten den Dialog mit Politikern und Experten aus der ganze Euregio Maas Rhein akzeptiert hat. Leider können wir als DG die Reaktoren nicht abschalten. Dennoch haben wir ein großes Interesse daran, diesen Dialog zu führen und am Ball zu bleiben.

Für die ProDG-Fraktion
Stefan Pitz

Foto: Magic1102, „Kühlturm“, CC-Lizenz (BY 2.0) http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/de/deed.de
Quelle: www.piqs.de