Meinungsumfrage zur Occupy-Bewegung

International bekannt geworden durch Großdemos an symbolträchtigen Plätzen protestiert die Occupy-Bewegung gegen einen ausufernden Kapitalismus, die Macht der Banken, das Auseinanderklaffen von Arm und Reich und soziale Ungerechtigkeit.

Um Profitgier und Korruption zu bekämpfen, initiierten die Begründer der Bewegung erste Protestaktionen über soziale Netzwerke im Juni 2011.
Dann kam der Paukenschlag: Im September letzten Jahres besetzten Occupy-Aktivisten einen Park in New York nahe der Wall Street. Kurze Zeit später breitete sich das Phänomen auch in Europa aus. Am 15. Oktober 2011 fanden im Rahmen eines globalen Aktionstages Protestaktionen in rund 1000 Städten weltweit statt.
Globalisierungskritik ist jedoch nicht neu: Occupys natürlicher Partner Attac verfolgt ähnliche Ziele. Neu sind allerdings die öffentlichkeitswirksamen, meist – wenn auch nicht immer – friedlich verlaufenden Zeltlager der Occupy-Aktivisten.

Zum ersten Mal identifizieren und organisieren sich Menschen auf aller Welt im Sinne einer nachhaltigen Zukunft. In ihren Reihen finden sich nicht nur Sozialromantiker und Utopisten, sondern ebenso viele Finanzmarktkritiker, die auf die Fehlentwicklungen auf den Kapitalmärkten und die Ursprünge der
internationalen Schuldenkrise aufmerksam machen möchten. Sie hinterfragen den weltweiten Ressourcen- Verbrauch und wollen das System verändern: eine Transformation durch Basisdemokratie, unabhängig von Lobbyisten und Druckgruppen. Und wie? Das neuartige Kommunikationsmittel der Occupy-Asamblea sichert durch seinen Ablauf und durch nonverbale Zeichen das Mitspracherecht eines jeden Einzelnen. Die Entscheidungsfindung geschieht im Konsens.

Unabhängigkeit von Druckgruppen und Basisdemokratie sind gerade für die ProDG-Bewegung äußerst wichtige Leitlinien. Das Thema interessiert uns daher brennend. Wir haben uns bereits mit mehreren Occupy-Aktivisten getroffen. Nun möchten wir mehr wissen. Daher hatten wir beschlossen, eine Meinungsumfrage
durchzuführen.