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ProDG fordert Respekt für Menschen deutscher Sprache: Ein gutes Beispiel, aber mehrere schlechte…

Vor dem Hintergrund in jüngster Zeit wieder vermehrt auftretender Klagen von Bürger/innen aus der DG äußerte die freie politische Bewegung ProDG am heutigen Tage einmal mehr ihren Unmut über gewisse Dienstleister, die bei einem Umzug und der entsprechenden Adressenänderung benötigt werden.

„Die sprachlichen Schwierigkeiten, die das Grenz-Echo bei der POST, beim Energielieferanten LUMINUS, bei BELGACOM und INTEROST treffend beschreibt, sind unannehmbar“, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Diese Firmen, deren Dienstleistungen ja bezahlt werden, müssten allein schon aus kommerziellen Gründen das Prinzip beachten: ‚Der (deutschsprachige) Kunde ist König’. Trotz der großen Anstrengungen gerade der POST–Schalterbeamten gibt es jedoch erhebliche Mängel: fehlende Formulare und Broschüren in deutscher Sprache, Belgacom- und Interost-Techniker, die kein Deutsch sprechen, usw.“.

ProDG werde sich mit einem Protestschreiben an die Verantwortlichen dieser Firmen wenden und das Problem ebenfalls im Parlament zur Sprache bringen. Aber auch die politisch Verantwortlichen auf allen Ebenen sollten sich nach Meinung der Bewegung dieser unhaltbaren Situation annehmen: auf regionaler und Gemeindeebene für Interost und Luminus, auf föderaler Ebene für die POST und Belgacom.

Gerade in dieser Vorwahlzeit sei vielfach von der Stellung der Deutschsprachigen Gemeinschaft in einem wirklichen Bundesstaat Belgien die Rede; und nach den Wahlen werde es noch mehr darauf ankommen, dass die DG bei der Staatsreform berücksichtigt wird: gleichberechtigt, in guter Nachbarschaft und Zusammenarbeit mit den anderen Teilstaaten Belgiens.

Bei diesen „hohen“ institutionellen Fragen dürfe jedoch nicht vergessen werden, dass es viele andere Bereiche im Alltagsleben der Menschen gebe, in denen es wichtig sei, dass deutschsprachige Bürger in der DG in ihrer Muttersprache respektiert würden.

In dem Zusammenhang hob ProDG ein „gutes Beispiel“ hervor: „Wir begrüßen ausdrücklich, dass die ‚Stiftung gegen Krebs’ ihre Präsenz in der DG mit einer deutschsprachigen Koordinatorin verstärkt. Besonders positiv ist die Tatsache, dass die DG als eigenes Gebiet für diese wichtige Arbeit anerkannt wurde, während ansonsten eine solche Koordinationsarbeit auf Ebene jeder Provinz besteht. Dass nun die sprachliche Sondersituation der DG berücksichtigt –gerade in dieser so schwierigen Materie – wurde, wollen wir als nachahmenswertes Beispiel besonders lobend herausstellen.“

 

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