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Förderung des Spitzensports

Antwort von Lydia Klinkenberg auf die Ausführungen von Ministerin Weykmans (bezüglich der Interpellation von Lydia Klinkenberg zur Förderung des Spitzensports) in der Plenarsitzung vom 17. September 2013 Sport ist einer der Kernbereiche der Autonomie der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Deswegen möchte ich mich nicht nur bei Ihnen, Frau Ministerin, für Ihre aussichtsreichen Ausführungen bedanken, sondern mich auch bei Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, für Ihre Beteiligung an der Interpellation bedanken. Der Breitensport ist das tragende Fundament des Spitzensports. Eine ganzheitliche Sportförderung kann diese beiden Bereiche nicht trennen. In den Vereinen werden nämlich die Hochleistungssportler von morgen an ihre Sportart herangeführt. Und auch die Schule übernimmt in der sportlichen Jugendförderung ihre Rolle. Im Rahmenplan Sport der 2. und 3. Sekundarstufe steht beispielsweise – ich zitiere – „Der Sportunterricht eröffnet sinnvolle Wege zur sportorientierten Freizeitgestaltung, mit dem Ziel, sich auch außerhalb der Schulzeit sportlich zu betätigen. Durch das Angebot an freizeitrelevanten Sportarten bzw. Trendsportarten im Sportunterricht sollen die Schüler über den Schulsport hinaus zur aktiven sportlichen Betätigung in der Freizeit angeregt und befähigt werden.“ Der Breitensport lebt durch diejenigen, die sich ehrenamtlich oder gegen ein geringes Entgeld als Trainerinnen und Trainer einsetzen, von Lehrerinnen und Lehrern, die sich über den Schulsport hinaus engagieren, und von Eltern, die ihre Kinder von Spiel zu Spiel und von Wettkampf zu Wettkampf begleiten. Die Deutschsprachige Gemeinschaft ist in dieser Hinsicht gut aufgestellt. Die zahlreichen Mitglieder der Sportvereine zeigen, welche Bedeutung der Sport nach wie vor in unserer Gemeinschaft hat. Und seine Bedeutung steigt in Zeiten der Facebook-Generation, des Bewegungsmangels, der Fehlernährung und einer im älter werdenden Bevölkerung weiter an. Was den Spitzensport anbelangt, schlussfolgere ich aus Ihren Erläuterungen, Frau Ministerin, dass wir uns zwar noch nicht auf der Überholspur, aber im Aufbautraining befinden. Man könnte auch sagen, um ein paar Metaphern aus dem Sport zu nutzen: Wir „liegen gut im Rennen“ oder „wir segeln mit dem Wind“. Mein Wunsch ist es, dass wir „die Latte hoch legen“, damit wir und damit unsere Spitzensportler und Teams nicht „ins Abseits geraten“, ob sie nun populäre oder Randsportarten betreiben. Ein breiter Dialog und eine enge Absprache mit den Sportlern selbst ist hier sicherlich wünschenswert. Denn junge, hochtalentierte Sportlerinnen und Sportler brauchen nicht nur unser Mitfiebern. Als Botschafter unserer Gemeinschaft brauchen sie auch und vor allem unsere Unterstützung. Das bedeutet, dass wir im Spitzensport optimale Rahmenbedingungen schaffen müssen. Und das gilt eben auch für die Schulbildung. Nachwuchssportler müssen ebenso wie allen anderen die Möglichkeit bekommen, trotz vieler Trainingseinheiten eine solide Ausbildung zu erhalten und damit auch für die Zeit nach der aktiven Sportlerzeit, fit zu sein. Daher freut es mich zu hören, dass die Regierung bemüht ist, auch diese Rahmenbedingungen für talentierte Nachwuchssportler zu verbessern. Zwar gibt es in unserer Gemeinschaft nicht gerade Hochleistungssportler wie Sand am Meer, aber die Tatsache, dass doch einige in der höchsten Liga mitspielen und das in den unterschiedlichsten Sportarten, motiviert viele andere – Junge wie Alte – selbst Sport zu treiben und ihren Idolen auf dieser Welt nachzueifern. Viele Spitzensportler und Teams sind gerade wegen ihrer Erfolge Vorbilder und Identifikationsfiguren, die uns mit ihrem Willen und ihrer Leistungsbereitschaft anspornen. Und das ist gut so. Denn gerade in einer Welt, die so schnelllebig ist, wie die heutige, und in der die Ressource Zeit so knapp bemessen ist, bedeutet Sport Auszeit und Ausgleich. Sport vermittelt Werte. Werte wie Teamgeist, Fairness, Respekt und Toleranz. Aber auch das Einhalten von Regeln. Sport verbindet und schweißt zusammen. Sport schafft es, Menschen jeden Alters und jeder Herkunft, zusammenzuführen. Der Sport hat immer schon eine Vorreiterrolle gespielt. Sport wirkt als Integrationsmotor. So auch bei der Einbeziehung von Menschen mit einer Beeinträchtigung oder mit Migrationshintergrund. Gerade im Behindertensport hat sich in den letzten Jahren viel getan. Er erfährt heute deutlich mehr Aufmerksamkeit und Anerkennung als noch vor einigen Jahren, was er angesichts der Leistungen auch wirklich verdient hat. Doch sicherlich ist noch mehr möglich. Noch befinden wir uns in der Umsetzungsphase der UN-Behindertenrechtskonvention. Inklusion und Barrierefreiheit sind noch nicht überall Selbstverständlichkeit. Doch ich denke, dass alle Fraktionen dieses Hauses sich einig sind, dass wir weiter tatkräftig daran arbeiten sollten. Und nun danke ich Ihnen allen für Ihre gute Kondition. Sie haben sicherlich im Laufe dieser Plenarsitzung einige Kalorien verbrannt. Ich bin sicher, der Präsident wird uns in wenigen Minuten in sportlicher Höchstgeschwindigkeit in den Abend entlassen. Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.   >> Hier geht es zur Interpellation von Lydia Klinkenberg >> Hier finden Sie die Antwort der Ministerin  

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