ProDG will's wissen - Stimmen zum Aufstieg der AS Eupen
Meinungen und Impressionen zum Aufstieg der AS Eupen in die 1. Division
ProDG hat vor einigen Wochen gemeinsam mit vielen Fußballbegeisterten dem Aufstieg der AS Eupen entgegengefiebert und sich über die neue Herausforderung in der 1. Division sehr gefreut. Den Fußballspielern, den Verantwortlichen der AS und allen Fans möchten wir auf diesem Wege zu diesem großartigen Erfolg gratulieren!
Sportlich wie auch finanziell kommt nun auf die AS Eupen eine große Aufgabe zu. Nach dem vorgegebenen Finanzierungsschlüssel sollen 60% der anstehenden Kosten durch die Deutschsprachige Gemeinschaft, 20% durch die Stadt Eupen und 20% durch den Verein übernommen werden. Keine leichte Aufgabe: Das steht fest.
Um unseren Standpunkt zum Stadionausbau am Kehrweg und zu den damit verbundenen Verpflichtungen zu bekräftigen, haben wir uns bemüht, die Meinung von möglichst vielen Einwohnern der DG, Anwohnern des Stadions und Eupenern einzuholen. Einige Auszüge aus unseren Befragungen haben wir in diesem Film zusammengefasst. Die meisten Befragten waren der Meinung, dass der Aufstieg der AS Eupen nicht nur ein riesen Erfolg war, sondern auch durchaus mit einem Mehrwert verbunden sein kann, wenn man die damit einhergehenden Chancen entsprechend nutzt. Viele Befragte waren aber der Meinung, dass durch die Investition in eine Infrastruktur, die der ersten belgischen Fußballdivision gerecht wird, keine prioritären Projekte in anderen Bereichen und in anderen Gemeinden gefährdet werden dürfen. Häufig hieß es auch, dass eine intensivere Förderung hiesiger Nachwuchstalente wünschenswert sei.
Wir sind zu der Schlussfolgerung gelangt, dass die DG dem Verein eine finanzielle Unterstützung nicht verweigern sollte. Die Gemeinschaft sollte auf der Grundlage des Infrastrukturdekrets bereit sein, die geplanten Investitionen zu unterstützen. Allerdings muss eine Bezuschussung durch die DG an folgende Bedingungen geknüpft werden:
- Die Gesamtverschuldung der DG darf durch die Unterstützung der AS Eupen nicht erhöht werden.
- Kürzungen im Bildungs- und Sozialbereich müssen ausgeschlossen werden. Die Zusatzausgaben für die Sportanlage der AS Eupen dürfen nicht dazu führen, dass ein Projekt in den Bereichen Bildung, Soziales oder Gesundheit verschoben wird.
- Es muss sichergestellt werden, dass kein Infrastrukturprojekt einer anderen Gemeinde auf dem Gebiet der DG gefährdet wird.
Die Stadt Eupen muss demzufolge als Eigentümerin des Stadions der AS Eupen ihre bei der DG angemeldeten und in den Infrastrukturplan eingetragenen Prioritäten überdenken, damit die oben erwähnten Bedingungen eingehalten werden können und der Verein unter optimalen Bedingungen den Start in die 1. Division meistern kann.
Wir wünschen der AS Eupen eine erfolgreiche Saison 2010-2011. Zeigt es den Großen des belgischen Fußballs!
